Neu entwickeltes Mehrwegeventil für die Vakuumdestillation
Mehrwegeventil für Vakuumdestillation.
Diese Neuentwicklung ersetzt die normalerweise eingesetzte Kombination aus Kugelhähnen und T-Verbindungsstücken, die in mehrfacher Hinsicht Probleme besitzt. Zu nennen sind hier insbesondere Toträume, in denen sich das Medium absetzen kann, dies führt im schlimmsten Fall zur kompletten Verstopfung dieses Anlagenbereiches und zur Notwendigkeit einer Demontage und Reinigung. Im Gegensatz dazu weist das neue SchuF Ventil keine Toträume wie z.B. Spalten, undurchströmte Ecken oder gar undurchströmte Rohrleitungsbereiche auf - somit kann es als ein nahtloser Teil der Rohrleitung angesehen werden!
Vakuumdestillation
Dieser Prozess ist eines der wichtigsten Trennverfahren in einer Raffinerie. Durch die Destillation bei verringertem Druck wird eine Aufspaltung von langkettigen Kohlenwasserstoffen verhindert und die Gewinnung von Gasöl in verschiedenen Qualitäten möglich. Als Rest der Destillation bleiben Vakuumrückstände übrig, die weiter verarbeitet werden.
Vakuumrückstände - Herausforderungen an Ventile
Der Vakuumrückstand wird z.B. einer Fluid Catalytic Cracking Anlage oder einem Delayed Coker zugeführt. Es handelt sich um eine zähe, schlammartige Masse mit einer API-Klasse zwischen 5° und 7°. Dies führt beim Transport oder in Armaturen schnell zur Sedimentierung und Klumpenbildung, was wiederum zu einer Verstopfung oder sogar Beschädigung von Anlagenteilen führen kann.
Ein Faktor, der die genannte Problematik begünstigt ist die weit verbreitete Verwendung von totraumbehafteten Kombinationen aus Kugelhähnen und T-Verbindungsstücken zum Umschalten zwischen verschiedenen Rohrleitungen oder auch Anlagenteilen - besonders problematisch ist dies am Bodenausgang des Vakuumdestillationsturmes. Die unten abgebildete Skizze zeigt eine solche Kombination. Der Strömungsbereich ist blau dargestellt, der Totraum aufgrund des geschlossenen linken Kugelhahns ist schwarz gezeigt.

Konventionelle Kombination aus Kugelhähnen und T-Stücken.
Die herkömmliche Lösung dieses Problems ist kontinuierliches Rückspülen der betroffenen Anlagenteile, dies kann jedoch die Anlagenkapazität um bis zu 10% verringern - in einer großen Raffinerie kann dies schnell einen Verlust von hohen Geldbeträgen bedeuten.
Die SchuF Lösung - das VDU-Mehrwegeventil
SchuF hat nun ein neues Mehrwegeventil vorgestellt, dass genau diese Problematik vermeidet. Das VDU-Mehrwegeventil (abgeleitet von Vacuum Distillation Unit) ersetzt komplett beide Kugelhähne und die T-Stücke und ist konstruktiv komplett totraumfrei gestaltet.

Das neue SchuF VDU Mehrwegeventil.
Es handelt sich um ein Ventil in Kolbenbauweise mit zwei unabhängig schaltbaren Kolben (oben grün dargestellt). Der linke Kolben ist in geschlossener Position und verschließt den linken Abgang bündig, der rechte Kolben ist gleichfalls bündig geöffnet. Es gibt keinen nicht durchströmten Bereich - somit kann man das SchuF Ventil als nahtlose Erweiterung der Anlagenverrohrung betrachten.
Da das Mehrwegeventil totraumfrei ist, muß nicht Gegengespült werden - die Anlage arbeitet deutlich effizienter!
Das VDU Mehrwegeventil ist standardmäßig in Größen zwischen DN25 bis DN600 und Druckstufen bis PN400 erhältlich. Möglich sind Y-, T-, R- oder Sternform, auf Anfrage auch spezielle Bauformen. Als Optionen sind z.B. Heizmäntel, konturierte und drehende Kolben, Regelcharakteristik, integrierte Spülanschlüsse oder austauschbare Ventilsitze lieferbar. Der Antrieb kann manuell, pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch erfolgen.

